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UNTERNEHMENSIDENTITÄT – Mitarbeiterführung hat viel damit zu tun!




Zu wissen woher man kommt, welche Grundstrukturen in einem angelegt sind und wofür man eigentlich lebt, sind Fragen die essentiell sind – und doch lassen sie sich nicht so einfach beantworten. Selbst die großen Philosophen konnten keine schnelle und eindeutige Antwort finden, so dass es sich lohnt einen näheren Blick auf das Thema zu werfen.

IDENTITÄT was bedeutet das wirklich?

Es gibt eine Vielzahl an Einflüssen, die uns zu dem machen, was wir sind. Ein Teil ist bereits in jedem von uns genetisch angelegt, andere persönliche Anteile entstehen erst durch unser Umfeld – Eltern, Freunde, Kollegen, Erfahrungen, usw.

Ob es unsere Umgangsformen, Denkweisen, berufliche Kompetenzen oder unser ganz persönlicher Vorname ist, meist haben wir diese persönlichen Anteile durch Dritte vermittelt bekommen. Und oft hatten wir dabei nicht einmal ein großes Mitspracherecht. Trotzdem gehören diese Bereiche fest zu unserer Identität.

Es gibt daher viele Einflüsse, die uns heute zu dem gemacht haben, was wir sind. Eines haben sie meist gemeinsam, sie haben uns immer über eine gewisse Kontinuität und Zeit begleitet, so dass sie sich in uns verfestigt haben.

Doch was heißt das für Ihr Unternehmen?

Nehmen wir einmal an, in einem Unternehmen wechselt häufig die Geschäftsführung und Prozesse werden schnell und ohne Erklärung geändert. Es gibt wenige oder unterschiedliche Umgangs- und Kommunikationsregeln und die Unternehmensziele fehlen oder werden nicht transparent gestaltet. In diesem Unternehmen wird Identität schwer greifbar, denn fehlende Transparenz und Sinnhaftigkeit, sowie häufige und schnelle Veränderungen machen es schwer, eine klare Identität zu erkennen.

Was heißt das für Ihre Mitarbeiter?

Durch die fehlende Orientierung besteht die Gefahr, dass sich der Mitarbeiter wie ein Fremdkörper fühlt. Wir Menschen versuchen uns stets mit unserer näheren Umgebung zu verbinden. Wir gleichen unbewusst gemeinsame WERTE ab, wir suchen nach Leitplanken, die uns SICHERHEIT geben und wir wollen unsere Identität in unserer Umgebung wieder finden oder einen Teil davon zu unserer IDENTITÄT machen.

Wenn dieser Versuch nicht gelingt, fokussiert sich Ihr Mitarbeiter immer mehr auf sich selbst und das Unternehmen rückt für ihn in den Hintergrund. Die Eigenmotivation, ein Mit-(Unternehmer) zu sein geht damit verloren, Unstimmigkeiten und Konflikte sind bereits vorprogrammiert.

Ein Bild der Zukunft!

Ein erster Schritt, dieser Situation vorzubeugen ist ein BILD der Unternehmensvision zu entwickeln. Die davon abgeleiteten Unternehmensziele, Werte, Leitlinien, Umgangsformen und Kommunikationsformen geben Aufschluss über die wichtigsten Grundpfeiler im Umgang miteinander. So kann der Mitarbeiter sich daran orientieren, motivieren und positionieren. Findet er sich darin mit seiner persönlichen Identität wieder, stellt sich EIGENMOTIVATION leichter ein. Denn wo persönliche Identität und Unternehmensidentität im Einklang sind, findet ENGAGEMENT nicht aus Gehorsam statt – sondern aus BEGEISTERUNG!

Was heißt das für Sie als Führungskraft?

Das „Bild der Zukunft“ ist ein Schlüsselelement um den eigenen Führungsstil und seine damit verbundene Vorbildfunktion abzugleichen. Der Mitarbeiter spürt sehr schnell (z.B. in Feedback-, Beurteilungs- und Entwicklungsgesprächen) ob die Führungskraft sich an der Unternehmensidentität wirklich orientiert oder unglaubwürdig ist. Eine Unglaubwürdigkeit führt unweigerlich dazu, dass der Mitarbeiter seine Führungskraft nicht ernst nimmt. So greife ich zum Abschluss die Worte von Johann Wolfgang von Goethe auf: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“